Jonas Hohlbein

Kommunikationsdesign

 
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Horst Seehofer sind Worte sehr wichtig. Er weiß: Aus Worten können Taten werden.
Vor einigen Wochen wollte er eine Kolumnistin der TAZ wegen ihres polizeikritischen Textes
anzeigen und sagte: “Eine Enthemmung der Worte führt unweigerlich zu einer Enthemmung
der Taten und zu Gewaltexzessen.“ Aus Worten werden Überzeugungen und aus diesen
werden Taten. Deshalb sollten wir alle ständig auf unsere Wortwahl achten.
Doch Horst Seehofer wird oft seinen eigenen Standards nicht gerecht und gibt immer
wieder sehr bedenkliche Aussagen von sich, mit denen er – ob absichtlich oder nicht – eine
immer dickere Trennlinie zwischen den Dazugehörenden und den Nichtdazugehörende
zieht. Besonders bei Themen wie Asylpolitik und Migration geht er so weit nach rechts wie
nur möglich, um die stark konservative Position der CSU deutlich zu betonen. Aufgrund von
scharfer Kritik aus den eigenen Reihen wie auch von Koalitionspartnern muss er oftmals
zurückrudern und sich korrigieren. Doch ein weiteres Zitat Seehofers zum Umgang mit
Worten lautet: „Wenn ich eine Meinung habe, sage ich sie und da muss niemand interpretieren.
Und was ich nicht sage, meine ich auch nicht.“
Die Macht der Worte und die daraus resultierenden Konsequenzen sollte jedem Politiker
bekannt sein. Die Art und Weise der Formulierung von politischen Phrasen hat immer eine
gewisse Gewichtung. Daher sind unbedacht gewählte Worte die Hass und Ausgrenzung
bestimmter Personengruppen schüren sehr gefährlich und sollten nicht unterschätzt werden.
Durch meine satirischen Illustrationen und Collagen möchte ich die 5 umstrittenen Zitate
bewusst überspitzt und teils absurd darstellen, um die Wirkung seiner gewählten Worte zu
visualisieren.